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Horizont Europa

H EU Gelb Blau2021 startet Horizont Europa, das neunte Rahmenprogramm der EU für Forschung und Innovation. Als weltweit größtes Einzelförderprogramm für Forschung und Innovation zielt Horizont Europa darauf ab, eine wissens- und innovationsorientierte Gesellschaft und eine zukunftsfähige Wirtschaft zu gestalten und dabei einen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung zu leisten.

Die ersten Arbeitsprogramme (2021/2022) von Horizont Europa werden voraussichtlich im April 2021 veröffentlicht.

Das Gesamtbudget von Horizont Europa wird über die siebenjährige Laufzeit bis 2027 ca. 95,5 Milliarden Euro betragen. Mehr Informationen der EU-Kommission zum Aufbau von Horizont Europa finden Sie hier.

 

Struktur von Horizont Europa

H EU Säulen

Horizont Europa besteht aus drei Säulen: „Wissenschaftliche Exzellenz“, „Globale Herausforderungen und industrielle Wettbewerbsfähigkeit Europas“ und „Innovatives Europa“. Der Querschnittsbereich „Ausweitung der Beteiligung und Stärkung des Europäischen Forschungsraums“ kommt ergänzend hinzu. Von der Grundlagenforschung bis hin zur Marktreife eines Produkts entstehen dadurch für Freiburger Forschende vielfältige Beteiligungsmöglichkeiten.

Bekannte und bewährte Förderlinien aus Horizont 2020 werden fortgeführt, beispielsweise die ERC-Grants oder die Marie-Skłodowska-Curie-Maßnahmen. Zusätzlich wird bei der Verbundforschung ein interdisziplinärer Ansatz eingeführt, der auch den Sozial-und Geisteswissenschaften Spielraum bieten soll. Durch die Institutionalisierung des EIC soll auch die Markteinführung von Forschungsergebnissen weiter gestärkt werden.

Im Vergleich zum Vorgängerprogramm Horizont 2020 wird es in Horizont Europa unter anderem folgende Neuerungen geben:

  • Verschiedene Themenbereiche werden unter einem interdisziplinären Ansatz in sechs Clustern zusammengefasst. Die Bedeutung der Geisteswissenschaften und deren Integration werden in den Clustern explizit hervorgehoben.
  • „Missionen“ bündeln disziplin- und sektorübergreifend Ausschreibungen zu einem konkreten Thema. Die Arbeitsprogramme zu den Missionen werden Ende 2021 erwartet.
  • Innovationen sollen durch den Europäischen Innovationsrat (European Innovation Council, EIC) gezielter unterstützt werden, damit diese schneller zur Marktreife gelangen.
  • Beteiligungsregeln und Verfahren weisen insgesamt eine hohe Kontinuität zu Horizont 2020 auf. Es gibt jedoch Änderungen im Detail, beispielsweise bei der Berechnung von Personalkosten, der internen Leistungsverrechnung und der Einführung einer neuen Auditgrenze. Hilfestellung bei konkreten Fragestellungen bietet das EU-Büro.

 

Missionen

Mit Horizont Europa werden erstmals Missionen eingeführt. Diese sollen EU-weite Forschungs- und Innovationsinstrumente sein, die ehrgeizige Ziele zur Bewältigung von aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen in Europa interdisziplinär angehen. Die Missionen gliedern sich in fünf Themenbereiche, die sogenannten "Mission Areas":

  • Anpassung an den Klimawandel, einschließlich gesellschaftlicher Veränderungen;
  • Krebs;
  • Gesunde Ozeane, Meere, Küsten- und Binnengewässer;
  • Klimaneutrale und intelligente Städte;
  • Bodengesundheit und Ernährung.

Die Missionen sollen über maximal 10 Jahre neben den regulären Ausschreibungen im Rahmenprogramm laufen und Synergien mit anderen Instrumenten des Rahmenprogramms nutzen, beispielsweise durch Kooperationen mit thematisch passenden Europäischen Partnerschaftsinitiativen. Sie sollen das gesamte Spektrum von der Grundlagenforschung bis zum Stadium kurz vor der Markteinführung bzw. Einführung in die (gesellschaftliche) Praxis fördern. Die Ausschreibungen zu den Missionen werden in einen separaten Teil des Arbeitsprogramms von Horizont Europa aufgenommen.

 

Teilnahme des Vereinigten Königreichs und der Schweiz

Für das Vereinigte Königreich (VK) ist eine Vollassoziierung zu Horizont Europa vorgesehen. Einrichtungen aus dem VK können sich schon ab den ersten Ausschreibungen unter Horizont Europa an Verbundprojekten beteiligen. Das entsprechende Assoziierungsabkommen tritt rückwirkend zum 01.01.2021 in Kraft. Weitere Informationen werden von der EU-Kommission hier bereitgestellt.

Auch für die Schweiz ist eine Assoziierung zu Horizont Europa vorgesehen, ähnlich wie beim VK soll das entsprechende Assoziierungsabkommen rückwirkend in Kraft treten. Dadurch können Schweizer Einrichtungen ebenfalls ihre Teilnahme an Verbundprojekten unter Horizont Europa vorbereiten. Die Schweizer Regierung hat zusätzlich Mittel für die Kostendeckung der Vorhaben reserviert, so dass die Teilnahme Schweizer Einrichtungen in jedem Fall finanziell abgesichert und vollumfänglich möglich sein wird.

 

Aktuelle Ausschreibungen

Als Service für Forschende an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg stellen wir Ihnen auf unseren Seiten aktuelle Informationen zu Ausschreibungen unter Horizont Europa zur Verfügung.