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Gute Wissenschaftliche Praxis

Zielgruppe

Promovierende aus den Geistes- und Kulturwissenschaften sowie den Sozialwissenschaften, die nicht empirisch arbeiten.

 

Inhalt

Forschende der Albert-Ludwigs-Universität sind zur Einhaltung der Regeln guter wissenschaftlicher Praxis verpflichtet. Diese sind in der „Ordnung der Albert-Ludwigs-Universität zur Sicherung der Redlichkeit in der Wissenschaft“ beschrieben (in: Amtliche Bekanntmachungen Jg. 42, Nr. 38, S. 395–399; Nichtamtliche Lesefassung verfügbar unter: https://www.uni-freiburg.de/forschung/redlichkeit_in_der_wissenschaft/Uni-Freiburg-Ordnung-Redlichkeit-in-der-Wissenschaft-mit-2ter-Aenderungssatzung.pdf).

Das Seminar bietet eine grundlegende Einführung in die Prinzipien guter wissenschaftlicher Praxis, so wie sie in der Ordnung aber auch von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefordert werden. Es konzentriert sich auf die Perspektive Promovierender und behandelt die folgenden Themen:

  • Grundlagen verantwortungsbewussten Handelns und ethischer Prinzipien in der Wissenschaft
    • Einführung: Werte, Tugenden, potentielle Probleme und Konflikte im Forschungskontext
    • Grundlegende Empfehlungen der DFG, relevante Codices und Regeln zur Sicherung guter wissenschaftlicher Praxis
    • Wissenschaftliches Fehlverhalten: Beispiele und Tatbestände, Gründe und Konsequenzen (inkl. Exkurs zum Thema Plagiate)
  • Allgemeine Verantwortlichkeiten
    • Forschungsprozess und -dokumentation
    • Publikationsprozess, Autor*innenschaft und Begutachtung
    • Betreuung: Erwartungshaltungen, Aufgaben und Rollen
    • Organisationskultur: Herausforderungen bei der Zusammenarbeit und Kommunikation in Teams und wissenschaftlichen Kooperationen. Strategien der Prävention und zum Umgang mit Konflikten im wissenschaftlichen Alltag
    • Vorgehen bei Verdachtsfällen und relevante Kontaktpersonen (der Institution)
  • Wichtige spezifische Verantwortlichkeiten [abhängig von Forschungsgebieten der Teilnehmenden]
    • Was ist vor der Datenerhebung zu klären? Genehmigungs-/Erlaubnisrelevante Forschung?
    • Relevante Datenschutz- und Datensicherheitsaspekte, z.B. bei Umfragen & Interviews
    • Mögliche forschungsethische Aspekte beim Umgang mit spezifischen Forschungsgegenständen

Zur vertiefenden Information siehe die Leitliniendokumente der DFG, verfügbar unter:
https://www.dfg.de/download/pdf/dfg_im_profil/reden_stellungnahmen/download/empfehlung_wiss_praxis_1310.pdf und
https://www.dfg.de/download/pdf/foerderung/rechtliche_rahmenbedingungen/gute_wissenschaftliche_praxis/kodex_gwp.pdf.

 

Ziele

Die Teilnehmenden des Workshops lernen relevante lokale, nationale und internationale Regelwerke und Leitlinien zur guten wissenschaftlichen Praxis kennen und können deren Bezug zu ihren wissenschaftlichen Tätigkeiten nachvollziehen. Sie verstehen, dass hieraus resultierenden Verantwortung als Berufsethos professionell arbeitender Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler verstanden werden. Der Workshop gibt Raum zur Reflexion relevanter Werte und Haltungen und deren Einfluss auch in konfliktbehafteten Situationen in ihrem Forschungsalltag. Die Teilnehmenden diskutieren Fallbeispiele wissenschaftlichen Fehlverhaltens, deren mögliche Gründe sowie Konsequenzen und entwickeln zielführende Lösungsstrategien.

 

Methoden

Dialogische Inputs, Übungen in Einzel- und Kleingruppen, Plenumsdiskussionen, Reflexionen und Fallstudien.

 

Referenten

Dr. Christian Dumpitak, iGRAD, Heinrich Heine University Düsseldorf

Workload

8 Stunden

Termin

Mo, 17.02.2020, 09:00–17:00 Uhr

Anmeldung

Die Anmeldung erfolgt über das Campus Management Portal HISinOne.

Ort

Seminarraum der FRS, Friedrichstr. 41-43, 2. OG

Max. Teilnehmer/innenzahl

15 Promovierende