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FAQ – Häufig gestellte Fragen zum Promotionsstipendium der Landesgraduiertenförderung (LGFG)

Die Bewerbung

Wann sind die Bewerbungsfristen?

Die Ausschreibung neuer Promotionsstipendien findet im Regelfall im Frühjahr (zwischen März und Mai) statt; vorausgesetzt es stehen ausreichend Mittel zur Verfügung.

Weiterbewilligungs- und Verlängerungsanträge sind im gleichen Zeitraum zu stellen.

Weitere Informationen zu den Bewerbungszeiträumen werden auf unserer Homepage und über unseren Newsletter veröffentlicht.

Bewerbungen sind nur möglich, wenn eine aktuelle Ausschreibung für neue Stipendien erfolgt.

In welcher Sprache kann ich meinen Antrag stellen?

Die Bewerbungsunterlagen können sowohl in deutscher als auch in englischer Sprache eingereicht werden. Zeugnisse, die in anderen Sprachen verfasst sind, müssen von einer vereidigten Übersetzerin oder einem vereidigten Übersetzer in Deutsch oder Englisch übersetzt werden. Die Übersetzung muss im Original eingereicht werden.

Was muss bei den Gutachten beachtet werden?

  • Die Gutachten müssen der IGA immer im Original zugesandt werden.
  • Die Gutachten müssen eigenhändig von der Gutachterin oder dem Gutachter unterschrieben sein.
  • Die Gutachten können zusammen mit den Bewerbungsunterlagen in einem verschlossenen Umschlag oder separat von der Gutachterin oder dem Gutachter selbst geschickt werden.
  • Die Gutachten können vorab per E-Mail geschickt werden, das Original muss uns aber spätestens bei Antritt des Stipendiums vorliegen.
  • Die Gutachten können nachgereicht werden, müssen aber spätestens zwei Wochen nach Ende der Bewerbungsfrist, zumindest als Kopie oder PDF-Datei, vorliegen.

Was sollten die Gutachten beinhalten?

Zu folgenden Themenbereichen sollte im Gutachten Stellung genommen werden:

  1.  Zur Person der Bewerberin oder des Bewerber
  2.  Zu ihren/seinen bisherigen Leistungen
  3.  Zum Dissertationsvorhaben
  4.  Resümee

Die Hinweise für die Anfertigung von Gutachten finden Sie hier.

Was sollten die Arbeitsberichte beinhalten?

Im Arbeitsbericht werden alle wissenschaftlichen Leistungen, die in unmittelbarem Zusammenhang mit Ihrem Dissertationsprojekt stehen, aufgeführt.

Der maximale Umfang des Arbeitsberichtes variiert je nach Antrag (inkl. Fußnoten/Anmerkungen/Referenzen und Verzeichnisse), alle Anträge müssen jedoch einzeilig, in Schriftgröße 12 verfasst werden. Es werden Arbeitsberichte in deutscher oder in englischer Sprache für das Bewerbungsverfahren akzeptiert.

Detaillierte Informationen über die Anforderung an das Exposé finden Sie hier.

Die Auswahl

Wie läuft der Entscheidungsprozess ab?

Die jeweils zuständigen Fachkommissionen erhalten die Antragsunterlagen mit der Bitte um eine Stellungnahme zur Qualität der Anträge. Mögliche Empfehlungen sind: „förderungswürdig“, „bedingt förderungswürdig“ und „nicht förderungswürdig“. Liegen mehrere Anträge vor, nimmt die jeweilige Fachkommission eine Reihung vor.  

Die Anträge sowie die Empfehlungen und Reihungen der Fachkommissionen werden der zentralen Vergabekommission vorgelegt, die entscheidungsbefugt ist. Die zentrale Vergabekommission entscheidet schließlich darüber, welche Antragstellerinnen und Antragsteller ein Stipendium erhalten.

Die Entscheidung, wie viele Stipendien in einem Kalenderjahr vergeben werden, trifft ebenfalls die zentrale Vergabekommission. Die Gesamtzahl der neu bewilligten Stipendien ist abhängig von der Mittellage.

Wie werden Fachkommissionen gebildet und besetzt?

Jede Fakultät bildet eine Fachkommission, die aus fünf Personen der jeweiligen Fakultät besteht: vier Professorinnen oder Professoren, Juniorprofessorinnen oder Juniorprofessoren oder anderen Personen mit Promotionsbetreuungsrecht sowie einem Mitglied des wissenschaftlichen Dienstes.

Wie wird die zentrale Vergabekommission gebildet und besetzt?

Die zentrale Vergabekommission ist eine vom Senat der Universität gewählte Kommission, der sechs Personen angehören:

  • die Rektorin oder der Rektor der Universität bzw. eine bestellte Vertreterin oder ein Vertreter, i. d. R. die Prorektorin oder der Prorektor für Forschung
  • zwei Hochschullehrerinnen oder Hochschullehrer
  • eine Sprecherin oder ein Sprecher von Graduiertenschulen
  • eine promovierte Wissenschaftlerin oder promovierter Wissenschaftler
  • eine Doktorandin oder ein Doktorand.

Mein Antrag wurde als „förderungswürdig“ eingestuft. Warum habe ich trotzdem eine Absage erhalten?

Ein Antrag kann von der Fachkommission als „förderungswürdig“ eingestuft werden und dennoch kein Stipendium erhalten. Das ist der Fall, wenn mehr Anträge vorliegen als Stipendien vergeben werden können. Für den Fall, dass eine ausgewählte Antragstellerin oder ein ausgewählter Antragsteller das Stipendium nicht antritt, legt die zentrale Vergabekommission eine Nachrückerliste fest, auf Grund derer eine als förderungswürdig eingestufte Nachrückerin oder ein Nachrücker ernannt wird.

Wann bekomme ich das Ergebnis meiner Bewerbung?

Die endgültige Entscheidung mit dem offiziellen Bescheid wird in der Regel innerhalb von zwei Wochen nach der Sitzung der zentralen Vergabekommission verschickt.

Ist eine erneute Bewerbung möglich?

Ja, eine erneute Bewerbung ist möglich.

Die Förderung

Wer wird gefördert?

Promotionsstipendien nach dem Landesgraduiertenförderungsgesetz können deutsche und internationale Promovierende aller Fakultäten erhalten.

Folgende Voraussetzungen müssen erfüllt sein:

  • abgeschlossenes Hochschulstudium, das die Zulassung zur Promotion ermöglicht;
  • herausragende Qualifikation;
  • ein Promotionsvorhaben, das einen wichtigen Beitrag zur Forschung erwarten lässt;
  • Annahme als Doktorandin oder Doktorand an der Universität Freiburg (nachgewiesen durch die Annahmebestätigung der zuständigen Fakultät): Das Promotionsverfahren muss an der Universität Freiburg durchgeführt werden (allerdings können die für die Promotion erforderlichen wissenschaftlichen Leistungen außerhalb der Universität Freiburg erbracht werden; so sind z. B. Labor- oder Archivarbeiten im In- und Ausland möglich).

Bei gleicher Eignung, Befähigung und fachlicher Leistung werden ausländische sowie weibliche Bewerberinnen und Bewerber bevorzugt berücksichtigt. Die Hälfte der Stipendien soll an Frauen vergeben werden. Bei der Auswahl der Bewerberinnen und Bewerber wird zudem darauf geachtet, dass die Fachgebiete und Forschungsschwerpunkte der Universität angemessen berücksichtigt sind.

Welche Förderlinien gibt es?

Es gibt unterschiedliche Förderlinien. Grundsätzlich ist zwischen regulären Stipendien und Abschlussstipendien zu unterscheiden.

Die regulären Stipendien bestehen aus drei Förderphasen:

  • der Erstbewilligung (01.-12. Fördermonat)
  • der Weiterbewilligung (13.-24. Fördermonat)
  • und der Verlängerung (25.-36. Fördermonat)

Mit dieser Förderlinie werden Promovierende gefördert, die sich in der Anfangsphase ihrer Dissertation (bis maximal 1,5 Jahre nach Beginn der Promotion) befinden. Diese Individualstipendien werden jeweils für zwölf Monate bewilligt, eine Antragstellung auf Weiterförderung ist jeweils erforderlich.

Wer (mindestens) ein Kind unter 14 Jahren pflegt und erzieht kann, nach Ablauf der regulären Förderzeit von bis zu 36 Monaten, eine Verlängerung um weitere zwölf Monate wegen Elternschaft innerhalb der Ausschreibungsfrist beantragen.

Abschlussstipendien können grundsätzlich nur vergeben werden, wenn zum Zeitpunkt der Antragstellung davon ausgegangen werden kann, dass die Promotion innerhalb der beantragten Förderdauer eingereicht wird. Die Förderdauer von Abschlussstipendien beträgt max. 6 Monate und beginnt frühestens im August des laufenden Jahres. Sie endet spätestens im Januar des Folgejahres.

Ab wann ist der Förderbeginn  möglich?

Der regelmäßige Förderzeitraum beginnt zum 01.10. eines Jahres und kann, auf Antrag der Stipendiatin oder des Stipendiaten, auf den 01.11. verschoben werden.

Ist ein Forschungsaufenthalt möglich?

Die für die Promotion erforderlichen wissenschaftlichen Leistungen können Sie außerhalb der Universität Freiburg erbringen. Möglich sind also z. B. Labor- oder Archivarbeiten im In- und Ausland. Das Promotionsverfahren muss jedoch an der Universität Freiburg durchgeführt werden.

Bei Studienaufenthalten von bis zu max. vier Monaten, die vorbereitenden Maßnahmen dienen und die von anderen Stellen gefördert werden, kann auf Antrag von einer Anrechnung auf die Förderungsdauer abgesehen werden (§ 6 Absatz 7 der Satzung zur Durchführung des Landesgraduiertenförderungsgesetzes).

Bitte melden Sie den geplanten Aufenthalt frühzeitig bei der Internationalen Graduiertenakademie (IGA).

Ist eine Förderung des Promotionsprojekts zusätzlich zum LGFG-Stipendium möglich?

Gemäß § 2 Abs. 5 der Satzung zur Durchführung des Landesgraduiertenförderungsgesetztes kann ein Stipendium nur erhalten, wer für dasselbe Vorhaben keine entsprechende Förderung von anderen Stellen erhält.

Kann ich mein Arbeitsvorhaben unterbrechen?

Das Arbeitsvorhaben kann auf Grund von Krankheit, Schwangerschaft, besonderer familiärer Belastung oder aus einem anderen wichtigen Grund (§ 8 Absatz 2 LGFG) bis zu einem Jahr (in Ausnahmefällen bis zu zwei Jahren) unterbrochen werden.

Bitte unterrichten Sie unverzüglich die Internationale Graduiertenakademie über die Unterbrechung und stellen Sie einen schriftlichen Antrag.

Dieser sollte folgende Unterlagen beinhalten:

  • Ein Antrag in Schriftform gem. § 8 Abs. 2 LGFG
  • Nachweis des Grundes für die Unterbrechung: Attest oder eine andere offizielle Bescheinigung
  • Schriftliche Bestätigung Ihrer Betreuerin oder Ihres Betreuers, dass durch die Unterbrechung der Abschluss des Arbeitsvorhabens nicht gefährdet ist

Das Stipendium wird in voller Höhe bis zum Ablauf des Monats fortgezahlt, in dem seit Beginn der Unterbrechung ein Zeitraum von sechs Wochen verstrichen ist.

Kann ich mein Stipendium unterbrechen?

Bei Studienaufenthalten bis zu max. vier Monaten, die vorbereitenden Maßnahmen dienen und die von anderen Stellen gefördert werden, wird i. d. R. von einer Anrechnung auf die Förderungsdauer abgesehen (§ 6 Absatz 7 der Satzung zur Durchführung des Landesgraduiertenförderungsgesetzes).  Zu diesem Zweck kann das Stipendium auf Antrag unterbrochen werden.

Darf ich neben dem Stipendium der Landesgraduiertenförderung eine Nebentätigkeit ausüben und  Einkommen erzielen?

Grundsätzlich dient das Stipendium dazu, dass Sie sich in Vollzeit Ihrem Promotionsprojekt widmen.  Daneben ist eine Erwerbstätigkeit von max. 40 Std. pro Monat und einem Netto-Jahreseinkommen von max. 9.000 Euro zulässig.

Besteht während des Förderzeitraums ein Arbeitsverhältnis an der Universität Freiburg oder soll eines eingegangen werden, müssen Sie das Stipendium möglichst frühzeitig bei der Personalabteilung anzeigen, da diese prüft, ob das Arbeitsvorhaben mit dem Stipendium vereinbar ist.

In diesem Fall muss sichergestellt sein, dass die Beschäftigung in keinem inhaltlichen, zeitlichen und örtlichen  Zusammenhang mit Ihrem Dissertationsvorhaben steht.

Bitte beachten Sie auch, dass Sie Ihre Beschäftigungsverhältnisse während der Laufzeit des LGFG-Stipendiums kontinuierlich über Vertragskopien u. ä. nachweisen müssen.

Ist eine Ausbildung/ein Praktikum neben dem Stipendium möglich?

Grundsätzlich sind gem. § 5 Absatz 2c der Satzung zur Durchführung des Landesgraduiertenförderungsgesetzes  Ausbildungen und Praktika mit max. 40 Std. pro Monat neben der Verwirklichung des Promotionsvorhabens zugelassen, müssen aber vor deren Beginn von der zentralen Vergabekommission genehmigt werden.

Bitte beachten Sie, dass die Fertigstellung der Promotion Vorrang hat vor allen weiteren Ausbildungen oder Praktika. Nicht alle Ausbildungen sind neben dem Bezug des Stipendiums zugelassen.

Bin ich über das Stipendium sozialversichert?

Die Stipendien sind steuerfrei nach § 3 Nr. 44 EStG und begründen kein Arbeitsverhältnis. Sie unterliegen nicht der Sozialversicherungspflicht, da sie kein Entgelt i.S.v. § 14 SGB IV darstellen.

Was muss ich tun, wenn ich das Dissertationsprojekt abbrechen möchte?

Die Internationale Graduiertenakadamie (IGA) ist vom Abbruch des Arbeitsvorhabens unverzüglich schriftlich zu unterrichten.
Die Förderung endet mit dem Ende des Monats, in dem das Arbeitsvorhaben abgebrochen wird.
Die Sicherung der bis dahin gewonnenen Erkenntnisse und Arbeitsergebnisse sind der Erstbetreuerin oder dem Erstbetreuer zugänglich zu machen.

Was muss ich tun, wenn ich das Stipendium abbrechen möchte?

Die Internationale Graduiertenakadamie (IGA) ist vom Abbruch des Stipendiums sofort schriftlich zu unterrichten.
Die Förderung endet mit dem Ende des Monats, in dem das Stipendium abgebrochen wird.

Was muss ich nach dem Ende des Stipendiums beachten?

Wird eine Verlängerung des Stipendiums nicht beantragt oder läuft die Förderung aus, so ist ein Abschlussbericht sechs Monate nach Beendigung der Förderung sowie eine Stellungnahme der Erstbetreuerin oder des Erstbetreuers einzureichen.

Aus dem Abschlussbericht müssen der Stand der Arbeit, die Gründe für die Verzögerung sowie der geplante Fortgang der Arbeit hervorgehen.

Für weitere zwei Jahre sind Abschlussberichte zu verfassen und zusammen mit einer Stellungnahme der Erstbetreuerin oder des Erstbetreuers einzureichen.

Wird in den genannten Zeiträumen die Einreichung der Dissertation nachgewiesen, entfallen alle weiteren Berichte. Es genügt die Mitteilung der Einreichung inkl. eines Nachweises (z.B. Kopie der Promotionsurkunde).

Gesetze /Satzung/ Richtlinien

Das Landesgraduiertenförderungsgesetz (vom 23.07.2008) können Sie hier herunterladen.

Die Satzung der Universität Freiburg zur Durchführung des LGFG vom 30.09.2009 sowie die Änderungssatzungen finden Sie unter den Amtlichen Bekanntmachungen der Universität Freiburg. Die aktuelle Lesefassung können Sie hier herunterladen.

Bitte beachten Sie: Es gilt die jeweils aktuelle Fassung.

Die Richtlinien der Universität Freiburg zur Ausführung der Satzung zur Durchführung des Landesgraduiertenförderungsgesetzes in der aktuellen Fassung finden Sie hier.